Mittlerweile sind schon ein paar Tage vergangen und ich wollte euch nochmal kurz meine Gedanken über den Ironman Barcelona mitteilen.
Mein Ziel war es um den Sieg mitzukämpfen. Ich war super von meinem Trainer Faris Al-Sultan vorbereitet worden und bereit alles aus mir raus zu holen.

Beim Schwimmen wollte ich möglichst viele Körner für das Radfahren und Laufen sparen. Also klinkte ich mich in 3ter Position ein und überstand das Schwimmen relativ entspannt. Im Wechsel verlor ich etwas Zeit auf die Gruppe und musste in den ersten Kilometern, die vor mir liegenden Athleten, wieder auffahren. Die meisten konnte ich direkt distanzieren. Leider nehmen es die spanischen Schiedsrichter mit der Auslegung der 12m Abstandsregel nicht so genau und somit fanden sich ein paar Athleten in meinem Windschatten wieder, die ich anschließend über die Strecke mitschleifte.
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Trotz ein Dutzend Attacken konnte ich sie nicht distanzieren, denn wenn du immer noch Motorräder dazwischen hängen hast, welche den hinteren Athleten Windschatten bieten, wird das nix. Faris hatte mich aber schon auf diese Situation eingestellt und ich blieb cool. Auf den letzen Metern des Radfahrens konnte ich sie schließlich doch etwas distanzieren.

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Das Laufen fühlte sich am Anfang super an und ich konnte direkt meinen Vorsprung auf über eine Minute ausbauen. Leider hatte ich im Folgenden immer mehr muskuläre Probleme und konnte die Pace nicht halten. Das Laufen wurde ab Kilometer 10 nur noch zu einem Kampf nicht stehen zu bleiben. Ich hoffte, wie beim Ironman Frankfurt, bei dem ich Anfangs auch eine Schwächephase hatte, wieder zurück ins Rennen zu finden. Leider wurde es im weiteren Rennverlauf langsamer als schneller und ich musste nicht nur die Führung abgeben, sondern wurde 500m vor dem Ziel noch auf den 4ten Platz verwiesen. Trotzdem bin ich zufrieden, da ich alles gegeben habe und um jede Platzierung bis zum Ende gekämpft habe!

Ich verabschiede mich jetzt in meinen Urlaub. Over and out!