Nachdem ich mich in den letzten Monaten ziemlich rar gemacht habe, möchte ich euch nun auf den neuesten Stand bringen. Nach ein paar guten Trainingslagern Anfang des Jahres war ich lange Zeit bestrebt es nach Hawaii zu schaffen. Der 4te Platz in Barcelona 2017 hatte mich motiviert richtig Gas zu geben. Das Training lief lange Zeit sehr gut und ich war mir sicher zu den Top Jungs weiter aufholen zu können. Allerdings hab ich anscheinend zu viel zu früh gegeben, dass ich mich zu meinem Unmut schon im März verhoben hatte. Was nun folgte war der dauernde Kampf gegen meinen inneren Schweinehund. Gefühlt wie ein alter Mann kam ich aus dem Bett und wurde gefühlt immer schwächer statt stärker.
So richtig eingestehen wollte ich mir das aber nicht. Der erste Richtige Schlag in den Nacken erfolgte dann beim Ironman Südafrika. Gut, ich war zwar in den letzten 2 Monaten aufgrund einer Überlastungsverletzung kaum gelaufen, aber ich vertraute auf eine ordentliche Radleistung. Aber auch da war nix zu machen. Frommhold, Hoffman und Co. versenkten mich schon auf den ersten Metern der Radstrecke. Keinen Hauch einer Chance. Die Quali war schon beim Radfahren verloren gegangen. Das Laufen war dann eh nur noch Schadensbegrenzung. Von meiner Top Form des letzten Jahres war ich meilenweit weg.
Nach 2 Wochen Abstand und einer lustigen Zeit mit meinem Kameraboy Nick in Südafrika war die Motivation schnell wieder da. Die Chance auf Hawaii war schließlich immer noch realistisch. Das Training in den folgenden Wochen war dennoch von vielen Erschöpfungen und Pausenzeiten durchsetzt. Irgendwie wollte es nicht recht laufen.
Nach Unvermögen gesellte sich auch noch Pech hinzu und sowohl in Bonn als auch in Luxemburg beim 70.3 wollte es nicht recht Laufen. In Bonn platzte der Reifen nach 10km und in Lux. fuhr ich über die Abstiegslinie und kassierte eine Zeitstrafe. Immerhin den Indeland Triathlon konnte ich als 2ter finishen.
Da war es dann aber auch was die Saison hergab.
Lange Zeit war mein Ziel beim Ironman in Hamburg an den Start zu gehen. Aber auch dies sollte aufgrund der mittlerweile durch das mangelnde Training bedingten Formschwäche nicht mehr drin sein.
Um noch einen versöhnlichen Saisonabschluss 2017 zu bekommen, startete ich in den letzten drei Wochen in Riesenbeck, Xanten und Ratingen und konnte dort den Spaß am Sport mit 3 Siegen wiederfinden.
Für mich geht es jetzt erstmal in die Winterpause. Hawaii schaue ich mir dann, wie leider allzu häufig in den letzten Jahren, vom heimischen Fernseher aus an. Immerhin habe ich mit mit meinen Schützlingen Michael Rundio und Phillip Cohrs und meinem Freund Patrick Lange drei Super Jungs am Start, denen ich die Daumen drücken werde.
Wie genau es bei mir weiter geht, weiß ich noch nicht. An der Startlinie werdet ihr mich aber dennoch wieder sehen!
Vielen Dank gilt meinen Unterstützern. Carsten von TTS Bikes in Hamburg, die sich um meine Waffe gekümmert, sowie DT-Swiss die die Bereifung geliefert haben. Und natürlich auch an Sailfish Triathlon, Asics Deutschland, CEP, Lambda Racing und Racepoint.be.